Willkommen bei der Onlinerechtsberatung der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hartmann & Partner

Dr. Henning Karl Hartmann, M.Phil.

Sie brauchen sofort einen kompetenten Anwalt im Strafrecht  – ob in Berlin oder bundesweit?

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und Sie erhalten umgehend Unterstützung durch einen unserer Anwälte.

Übrigens: Dieser Service gilt rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen. Wenn Sie ins Visier strafrechtlicher Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gekommen sind, empfiehlt es sich so früh wie möglich einen erfahrenen Strafverteidiger zu beauftragen, um Ihre Interessen bestmöglich zu wahren und von den einschneidenden Maßnahmen der Strafverfolgunsgbehörden bestmöglich abgeschirmt zu werden. Denn Strafverfahren sind vor allem wegen der einhergehenden Konsequenzen wie z.B. Freiheits- und Geldstrafe oder die Eintragung im Führungszeugnis eine große Belastung, bei denen darüber hinaus gut überlegt werden muss, wie rechtlich dagegen vorzugehen ist. 

Es empfiehlt sich vor einer Aussage bei der Polizei unbedingt einen Verteidiger zu Rate zu ziehen, um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern! In Strafverfahren muss der Anwalt vor einer Aussage immer zunächst Einsicht in die Ermittlungsakten nehmen, um dann das weitere Vorgehen mit dem Mandanten abstimmen und ggf. entscheiden zu können, ob und wie für den Mandanten weiter vorgegangen wird – immer mit Blick auf das bestmögliche Ergebnis. Als erfahrene Strafverteidiger oder Nebenklagevertreter sichern die  Rechtsanwälte der Kanzlei Dr. Hartmann & Partner die Rechte ihrer Mandanten in Strafverfahren vor allen deutschen Amtsgerichten, Landesgerichten und Oberlandesgerichten sowie auch vor dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht durch eine effektive Interessenvertretung. Dank der Nutzung neuester elektronischer Medien und ständiger Fortbildung sind die Rechtsanwälte der  Kanzlei Dr. Hartmann & Partner für eine optimale Strafverteidigung jederzeit gerüstet.

Strafverfahren anhängig?

Sind Sie einer Straftat beschuldigt, ist die Vertretung durch einen Anwalt von existentieller Bedeutung. Im Ermittlungsverfahren und auch im folgenden Strafverfahren stehen Sie allein der Polizei oder der Staatsanwaltschaft gegenüber. Ohne anwaltliche Vertretung fällt es schwer, dem Justitzapparat gegenüber seine Rechte in Anspruch zu nehmen. Allein sind Sie oft nicht einmal in der Lage, Einsicht in Akten Ihrer Angelegenheit zu nehmen. Sind Sie eines Verbrechens angeklagt, geht es anders zu, als bei zivilrechtlichen Auseinandersetzungen, wo Sie es „nur“ mit einer Person oder einem Unternehmen als gegnerische Partei zu tun haben. Im Strafrecht werden Sie vom Staat angeklagt! Er verfolgt damit das Ziel, Verbrechen zu bekämpfen und zu bestrafen. Dabei werden nicht wie im Zivilrecht gegenseitige Leistungsansprüche ausgehandelt, sondern harte Strafen ausgesprochen, welche im Extremfall sogar lebenslängliche Haft bedeuten können. Nehmen Sie strafrechtliche Anschuldigungen und Ermittlungen gegen Sie immer ernst! Massive Auswirkungen auf Ihren gesamten weiteren Lebensweg können die Folge sein. Ziehen Sie so früh wie möglich einen Rechtsanwalt hinzu. _________________________________________________________________________________________________________________ Onlinerechtsberatung: was kann sie, was kann sie nicht? Hier: im Strafrecht Da das Internet zunehmend Einzug in unser aller Leben genommen hat, wirkt sich dessen Nutzung auch auf die Arbeit von Rechtsanwälten aus. Schon seit Ende der neunziger Jahre nehmen die Angebote stetig zu. Hierbei entstand schnell das Schlagwort von der „Onlinerechtsberatung“ (oder auch geschrieben „Online-Rechtsberatung„). Dieser Beitrag soll der Frage nachgehen, ob und in wie weit diese Art der anwaltlichen Betreuung eines Mandanten für diesen hilfreich, sinnvoll und zielführend ist. Als Beispiel soll eine Beratung auf dem Gebiet Strafrecht dienen, die bewusst wenig akademisch gehalten ist. Zunächst einige allgemeine Informationen zu dieser neuen Form der juristischen Arbeit. Laut Wikipedia handelt es sich bei der Onlinerechtsberatung um „eine neue Form der Rechtsberatung, bei der die Mandanten ausschließlich oder zumindest hauptsächlich über das Internet mit dem Anwalt kommuniziert“. An der Formulierung wird gleich deutlich, dass es mehrere, nämlich leicht variierende, Erscheinungsformen geben kann. So ist zu unterscheiden zwischen der „reinen“ Onlinerechtsberatung, bei der buchstäblich alles über elektronische Kommunikation abgewickelt wird (z.B.: Beantwortung konkreter Rechtsfragen, Erstellung eines Vertragsentwurfes, Anfertigung eines Rechtsgutachtens), bei der also der Mandant den Anwalt „weder sieht, noch am Telefon hört“. Und andererseits sollen untersucht werden die Möglichkeiten derjenigen Angebote, bei denen die Internetseiten des Anbieters zwar Rechtsauskünfte anbieten, diese aber dem Suchenden lediglich eine erste Orientierung bieten sollen. Wenn dann eine konkrete anwaltliche Tätigkeit, nämlich ein Auftreten nach Außen, gewünscht wird, muss eine gesonderte Beauftragung des Anwaltes erfolgen. Das Onlineangebot dient bei dieser zweiten Erscheinungsform quasi nur dem „beschnuppern“ oder einer ersten groben Beschäftigung mit dem Rechtsproblem. Wenden wir uns nun anhand eines Beispiels den Möglichkeiten der „reinen“ Onlinerechtsberatung zu. Folgender Geschehensablauf (die Juristen sprechen immer von „Sachverhalt“) soll den rechtlichen Problemen des Mandanten zugrunde liegen: Der (spätere) Mandant Rudi Racker ist seit vielen Jahren unbescholtener Besitzer eines Führerscheins. Auf Einladung eines Freundes besucht er mit seinem 3er BMW eine Party in Berlin-Prenzlauer Berg, auf der sich jede Menge junger, erfolgreicher Leute befinden, die auf den verschiedenen Segmenten der „new economy“ in kürzester Zeit zu Reichtum und Ansehen gekommen sind. Diese (auch als „Turnschuhmillionäre“ bezeichneten) Zeitgenossen begnügen sich nun aber nicht mit dem Kippen des einen oder anderen Bieres, sondern verstehen unter „Party machen“ den Konsum aller erdenklicher Arten von Drogen. Und Alkohol wird natürlich auch getrunken. Unser Rudi kommt nun also mit einem dieser steil am Karrierehimmel aufsteigenden Kometen ins Gespräch und lässt sich von ihm überreden, einmal etwas anderes als diese „langweilige Maurerbrause“ zu probieren. Konsumiert werden in den nächsten Stunden Designerdrogen wie MDNA, Amphetamine, Speed, ein paar Joints und Kokain. Dazu, nur weil Rudi der Mund so trocken wird, diverse Cocktails und das eine oder andere Bier. Das Ergebnis ist beeindruckend. Rudi meint nicht nur, dass er fliegen kann. Er ist fest davon überzeugt, dass er auf der Rückfahrt aus seinem BMW nie gekannte Leistungsspitzen herausholen kann. Und: Rudis Zunge ist derart gelöst, dass es ihm nicht schwerfällt, die hübsche Blondie B. davon zu überzeugen, dass sie ihn wegen eines unvergleichlichen Erlebnisses nach Hause begleiten sollte. Die Fahrt endet an der übernächsten Kreuzung. Denn die Reise innerorts mit 90 km/h wegen einer roten Ampel zu unterbrechen, erscheint Rudi wie eine unzumutbare Einschränkung seiner (neu gewonnenen) persönlichen Freiheit. Es kommt zur Kollision mit dem vorschriftsmäßig von rechts in die Kreuzung einfahrenden Reiner Redlich in dessen Mercedes C-Klasse. Es entsteht ein (Total-) Schaden von 25.000,- EURO. Kaum steht der Wagen, fängt die Beifahrerin unseres Mandanten unter Schütteln ihrer blonden Mähne auch schon hysterisches Schreien an. Rudi, immer noch der Meinung, des Allmächtigen verlängerte Hand auf Erden zu sein, schlägt Blondie mit voller Wucht die Faust in das Gesicht, um sie zum Schweigen zu bringen. Sie verliert zwei Zähne. Nachdem Reiner Redlich seiner demolierten C-Klasse entstiegen ist, stellt Rudi ihn wegen dessen angeblicher Fehlleistung zur Rede. Als kein Schuldeingeständnis folgen will, verprügelt Rudi seinen Unfallgegner mit mehreren gezielten Faustschlägen auf Kopf und Oberkörper. Redlich überlebt, verliert aber das Augenlicht auf seinem linken Auge. Im Blut von Rudi Racker werden 1,8 Promille Alkohol und Drogenwirkstoffe jenseits sämtlicher Grenzwerte festgestellt. Nun zur juristischen Beurteilung dieses Sachverhaltes und zu der Frage, ob eine Onlinerechtsberatung unserem Mandanten in der jeweiligen Hinsicht helfen kann. Die rechtlich relevanten Hauptfragen sollen daraufhin untersucht werden, ob sie im Wege einer online durchgeführten Beratung einer Lösung zugeführt werden können. Onlinerechtsberatung im Hinblick auf PROBLEMKREIS 1: die Strafverteidigung. Der Mandant hat nicht nur eine Anklage der Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung (§ 315c Strafgesetzbuch) zu erwarten, sondern er muss auch (wegen der Faustschläge gegen Blondie und Reiner) mit dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung (§§ 223, 224 StGB, Faust=Waffe!) und sogar der schweren Körperverletzung (§ 226 StGB, Verlust eines Auges!) rechnen. Hier kann im Wege der Onlinerechtsberatung seriöser weise nur der Strafrahmen der jeweiligen Delikte erläutert werden. Dies sind bei der Verkehrsstraftat fünf Jahre Freiheitsstrafe im Höchstmaß, bei den Körperverletzungsdelikten sind es zehn Jahre, und es liegt Tatmehrheit vor. Das Gericht muss also mehrere Taten zu einer Strafe zusammenfassen. Den Mandanten interessiert nun aber natürlich die am Ende in seinem Fall herauskommende Strafe. Und die Bildung dieser Strafe hängt von so vielen Faktoren ab (z.B.: Vorstrafen, Auftreten und Verhalten vor Gericht usw.), dass kein seriöser Anwalt hierzu aufgrund der bloßen Papierform – und ohne Einsichtnahme in die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft – eine einigermaßen verbindliche Aussage treffen wird. Zwischenergebnis: in strafrechtlicher Hinsicht kann dem Mandanten lediglich eine grobe Orientierung gegeben werden. Der Hinweis darauf, dass der Mandant sich auf gar keinen Fall zur Sache äußern sollte, ohne einen Anwalt beauftragt zu haben, kann ebenfalls noch per eMail erfolgen. Das war es aber auch schon. Weiter kann dem Mandanten online nicht wirklich Hilfe angebotenwerden. Onlinerechtsberatung im Hinblick auf PROBLEMKREIS 2: die zivilrechtliche Vertretung. Zivilrechtlich wird die eigene Haftpflichtversicherung aufgrund einer Obliegenheitsverletzung (Alkohol am Steuer) Regress bei dem Mandanten nehmen, und zwar auf Grundlage der AKB. Zudem kommen erhebliche Schmerzensgeldforderungen wegen der Faustschläge auf die beiden Geschädigten auf unseren Mandanten zu. Diesbezüglich kann der Anwalt online einige Anhaltspunkte zur Höhe der Schmerzensgeldansprüche geben, und zwar aus vergleichbaren Urteilsdatenbanken (Schmerzensgeldtabellen). Weiterhin kann es zum Streit darüber kommen, ob und inwieweit die eigene Vollkaskoversicherung gegenüber dem Mandanten leistungsfrei ist. Hier ist es sogar so, dass wegen § 78 I ZPO eine Vertretung durch den Mandanten selber vor dem Landgericht (sofern die Ansprüche mehr als 5.000,- EURO betragen, ist dies zuständig) gar nicht zulässig ist. Das bedeutet, dass – selbst wenn eine umfassende Information durch den Anwalt online erfolgen könnte – deren Realisierung ohne das reale Tätigwerden nach außen unmöglich ist. Zwischenergebnis: Auch in Bezug auf die zivilrechtlichen Ansprüche könnte dem Mandanten durch eine Onlineberatung nur grob aufgezeigt werden, wo „Norden und Süden“ ist, nicht aber maßgeblich zur Lösung der rechtlichen Probleme beigetragen werden. Onlinerechtsberatung im Hinblick auf PROBLEMKREIS 3: die führerscheinrechtliche (verwaltungsrechtliche) Seite. Schließlich kann auch die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis – unabhängig vom Strafverfahren – entziehen und die Wiedererteilung von der Beibringung einer erfolgreichen medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) abhängig machen. Und sie wird dies auch tun, da der nach der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) maßgebliche Grenzwert von 1,6 Promille überschritten wurde und harte Drogen im Spiel waren. Die Fahreignung wird in diesen Fällen immer durch eine MPU zu belegen sein. Und HIER ist nun tatsächlich eine im Vorfeld der Verteidigung durchgeführte Onlineberatung geeignet, etwas zu bewirken. DENN: Im Zuge der Beibringung einer MPU bei Trunkenheitsfahrten wird immer ein Abstinenznachweis zu erbringen sein. In der Regel beträgt der hier nachzuweisende Zeitraum ein Jahr. Und der Mandant kann mit dem Nachweis schon frühzeitig beginnen und so zu einem möglichst frühen Zeitpunkt die Voraussetzungen für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis schaffen. Dies wird er im Zweifel nicht wissen und der Abstinenznachweis kann wie gesagt schon begonnen werden, bevor die Strafverteidigung überhaupt erst ins Rollen kommt. Dem Mandanten kann zu diesem Zweck aber schon jetzt eine zum Dokumentieren des Abstinenznachweises geeignete Stelle per eMail benannt werden. Zwischenergebnis: Die verwaltungsrechtliche bzw. führerscheinrechtliche Seite der Angelegenheit bedarf einer frühzeitigen, gezielten Informierung des Mandanten. Die hier maßgebliche Information (Beginn des Abstinenznachweises und Benennung einer zuständigen Stelle) kann auch pauschal und ohne Detailkenntnisse aus der Ermittlungsakte erteilt werden. Diesbezüglich kann eine online erbrachte Beratung also sehr hilfreich sein. Gesamtfazit: Die „reine“ Onlinerechtsberatung kann in einigen wenigen Hinsichten eine tatsächlich erschöpfende Instruierung des Mandanten leisten, in vielen anderen Fällen kann sie dies nicht. Der Mandant läuft Gefahr, Geld zu bezahlen, obwohl sein eigentliches Problem nicht gelöst ist. Oder aber er erhält zwar eine erschöpfende Auskunft zu seinem Rechtsproblem, die Einleitung der erforderlichen Schritte kann er aber ohne die Hilfe des Rechtsanwaltes gar nicht vornehmen. Noch deutlicher: manchmal darf er das gar nicht (z.B. weil das Gesetz zwingend eine anwaltliche Vertretung vor Gericht erfordert, damit überhaupt Erklärungen abgegeben werden dürfen). BESSER wäre der Mandant bedient, wenn er zwar frühzeitig Kontakt zu einem Anwalt aufnimmt (und dies auch gerne online), sich aber von dieser ersten Beratung nicht die Lösung all seiner juristischen Probleme verspricht. Dies muss in den späteren Verfahrensschritten durch die anwaltliche Vertretung nach außen geschehen.

Rechtsanwalt Dr. Henning Karl Hartmann, Fachanwalt für  Verkehrsrecht in Oranienburg bei Berlin

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